»Schöne Bescherung?!«

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Nicht nur mit dem persönlich zugesandten Weihnachtspaket wurden Hoffnungen auf ein gutes Angebot der Arbeitgeberseite zur gehaltlichen Entwicklung in 2021 geweckt.

Die Ausgangslage

Auch unter Corona-Bedingungen habt Ihr gut gearbeitet und damit für den Unternehmensbereich »Industrie Service« gute Ergebnisse erzielt.

Dies wurde durch die Videobotschaft der Geschäftsführung bestätigt. Eure Leistungen wurden darin ausdrücklich lobend hervorgehoben. Ebenso wurde dies auf den Betriebsversammlungen seitens der Geschäftsführung vorgetragen. Auch sollte es nach der Nullrunde in 2020 so nicht weitergehen. Eine hohe lineare Anhebung der Vergütung, »ein kräftiger Schluck aus der Pulle«, wurde in Aussicht gestellt.

Ja, Corona gibt es noch weiter, doch der rückwärtige Blick in 2020 zeigt, dass der »Industrie Service« wirtschaftlich relativ gering bis gar nicht betroffen war. Dies ist auch für 2021 so zu erwarten. Unser Unternehmensbereich hat maßgeblich dazu beigetragen, den Konzern zu stützen.

Die Vergütungsrunde 2021

Nachdem wir unsere Forderung (6,1 % für 12 Monate) der Arbeitgeberseite eine Woche vor der Verhandlung am 27.11.2020 schriftlich mitgeteilt hatten, war diese wegen der fehlenden Abstimmung und Genehmigung durch den Vorstand nicht in der Lage, am ersten Termin konkret darauf zu antworten. Jedoch sei die ver.di-Forderung deutlich zu hoch ausgefallen und sie würden einen 24monatigen Abschluss anstreben.

Heute am 16.12.2020 erhielten wir nun die abgestimmte Antwort:

  • Endgültig wurde festgestellt, dass es in 2020 für die TRE keine Corona-Prämie gibt.
  • Die Vergütung für die TRE soll erst im Nachgang verhandelt werden, aber unter Beachtung der besonderen Situation (Aufspaltung Gesellschaft TRE in „Industrie“ und „Produkte“?).
  • Die von ver.di aufgestellte Forderung wird abgelehnt.
  • Im Konzern führt der „Geschäftseinbruch“ zur Halbierung des Gewinns.
  • Corona geht weiter, die zukünftige Entwicklung ist unsicher.
  • Die Ausstrahlungswirkungen der TIS-Abschlüsse im Konzern wären zu beachten.

Auf dieser Basis wurde uns von ar.di ein Angebot unterbreitet:

  • 1,4 % Erhöhung der Vergütung in 2021,
  • 1,8 % Erhöhung der Vergütung in 2022.

Das hat uns sprachlos gemacht.

Die Verhandlungskommission war sich einig, auf dieser Grundlage in 2020 nicht weiter zu verhandeln, zumal uns nur noch ein geringer Verhandlungsspielraum signalisiert wurde.

Nach der hohen Bereitschaft der Beschäftigten in der schwierigen Zeit unverändert mit besonderem Einsatz weiter zu arbeiten, hatten wir mehr als verbales Lob und Kekse erwartet. Nach einer „Null-Runde“ eine derart niedrige Erhöhung der Tabellen anzubieten, halten wir für unverschämt!

Jetzt werden wir mit den Tarifkommissionen TIS, TWP und TRE das weitere Vorgehen diskutieren, auch um unsere Aktivitäten festzulegen.

Gerne dürft Ihr zum Angebot des Arbeitgebers Eure Meinung, Kommentare und Ideen der Verhandlungskommission über die E-Mailadresse fb13@verdi.de mit dem Betreff: „Schöne Bescherung“ mitteilen.

Gemeinsam können wir unsere Forderungen durchsetzen!