Tarifverhandlungen »Vergütungserhöhung« wieder aufgenommen

Zur Erinnerung: im Februar 2020 haben wir die Forderung an ar.di übergeben:

  • 6,7 % lineare Erhöhung für 12 Monate ab 01.01.20; am 17.02.20 gab es die erste Verhandlungsrunde.
  • Am 11.03.20 legte ar.di ein erstes Gegenangebot mit einer Laufzeit für 30 Monate vor.
  • Am 17.03.20 haben wir ar.di zwei Alternativvorschläge über 15 bzw. 30 Monate Laufzeit übermittelt.
  • Am 18.03.20 im zweiten Verhandlungstermin haben wir aufgrund der aktuellen Corona-Situation die Verhandlung zur Vergütung ausgesetzt, stattdessen haben wir die tarifliche Regelung zur Kurzarbeit verhandelt und abgeschlossen.
  • Am 25.03.20 wurde die »Gemeinsame Erklärung« der Tarifparteien und der TIS GmbH per Email allen Beschäftigten gesandt: »Die Gespräche waren in einem Stadium, in denen unter normalen Bedingungen eine Lösung unmittelbar absehbar war.«

Aktueller Status

Die Situation hat sich wieder stabilisiert, weshalb wir, wie in der gemeinsamen Erklärung vereinbart, die Verhandlung am 17.08.20 wieder aufgenommen haben.
ar.di übermittelt, nach interner Abstimmung der Arbeitgeberseite mit dem Vorstand der TÜV Rheinland AG, jetzt zwei Botschaften für die Vergütungsverhandlungen der TIS:

  1. Es wird in 2020 keine lineare Erhöhung geben.
  2. Es besteht die Bereitschaft den Mitarbeitern der TIS für deren Einsatz zu danken. Dies muss jedoch zwingend auf die Beschäftigten der TIS GmbH beschränkt bleiben.

ar.di kann sich dies in Form einer Einmalzahlung für 2020 vorstellen und geht dabei von einem mittleren dreistelligen Betrag aus.

Eine Bezugnahme auf Beschäftigte anderer Gesellschaften sowie weitere Ausstrahlungen sollen dabei ausgeschlossen werden. ar.di ist nur bereit, eine Regelung für das Jahr 2020 zu vereinbaren.
ar.di verweist auch auf das schwierige Halbjahresergebnis des Konzerns und darauf, dass die TIS GmbH zwar hinter Plan ist, aber noch relativ normal dasteht.

Unsere Bewertung

Das Geschäft der TIS läuft trotz Corona relativ normal und „der Laden brummt“. Wir sehen die besondere Situation des Konzerns aufgrund von Corona und halten spezielle Lösungen auch aus Gründen der Solidarität für angebracht. Allerdings ist eine derart „magere“ Lösung für uns nicht nachvollziehbar.

Unser Fazit ist, dass wir die Verhandlungen über den aktuellen Vorschlag von ar.di nicht ohne Rückkopplung fortsetzen wollen.

Bitte gib uns bis zum 28.08.2020 eine Nachricht, ob Du einverstanden bist, aufgrund der besonderen Corona-Bedingungen für 2020 nur eine Einmalzahlung statt einer linearen Erhöhung zu akzeptieren.

Mit kollegialen Grüßen
Eure Tarifkommission

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